Vier Abos für Filme? Warner plant eigenen Streamingdienst


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Nach Netflix und Amazon, welche bereits länger einen Streamingdienst betreiben, meldete bereits vor längerer Zeit auch Disney an, dass sie ihre Filme in Zukunft auf dem eigenen Streamingdienst zeigen werden. Dies bedeutet für alle Star Wars Fans, dass die Filme von den anderen Plattformen wohl verschwinden werden. Nun meldete sich auch Warner Brothers und kündigte an, eine eigene Plattform für Filme machen zu wollen. Mit viel Glück bedeutet dies für alle Konsumenten, dass Herr Der Ringe, Star Wars und Game of Thrones auf einer Plattform verfügbar sein werden – viel wahrscheinlicher wird jedoch, dass diese auf verschiedene Plattformen verteilt werden und so nur mit den entsprechenden Abos gesehen werden können.

Der neue Dienst von Warner wird voraussichtlich Ende 2019 online gehen und ein Jahresbudget von gegen 8 Milliarden für neue Inhalte bereitstellen – also ähnlich wie Netflix. Jedoch lässt die Ankündigung viele Fragen offen, unter Anderem ob wir in der Schweiz das Angebot auch nutzen können oder Warner vorerst nur in der USA starten wird. Das könnte verheerende Folgen für uns haben – denn sperrt Warner die eigenen Filme für andere Plattformen und wird gleichzeitig bei uns nicht aktiv, könnte es geschehen, dass für uns diverse Filme und Serien (unter anderem Game of Thrones) nicht mehr zur Verfügung stehen werden, bis diese dann irgendwann auf DVD erscheinen werden. Aus Erfahrung geschieht dies beim Betrieb eines eigenen Streamingdienstses zeitverzögert, also noch später als bisher. So wollen die Konzerne die Kunden in Ihren Dienst locken.

Bei Netflix könnten die Pläne der grössten Filmstudios der Welt für Probleme sorgen. Zwar produziert Netflix munter eigene Exklusivinhalte, dennoch gelang es ihnen in Vergangenheit nicht, ähnlich erfolgreiche Produktionen zu erstellen wie die zwei Gegenspieler.

Wir sind ab dieser Entwicklung in der Filmindustrie äusserst besorgt. Ist es wirklich unsere Zukunft, vier Abos bezahlen zu müssen, um alle Filme sehen zu können? Wie wird die Musikindustrie reagieren? Wird Platzhirsch Spotify bald auch Konkurrenz erhalten aus den Reihen der Plattenfirmen? Und müssen wir da auch bald mehrere Abos bezahlen, um all unsere Lieblingskünstler weiterhin hören zu können? Wird dieses Konzept aufgehen oder den Schwarzmarkt eher wieder ankurbeln wie zu Zeiten der ersten mp3 Dateien?

Was meint Ihr zu dieser Entwicklung? Werdet ihr mehrere Abos in Kauf nehmen? Lasst uns einen Kommentar da.

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