Die Geschichte der Hymne


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Was der Schweizerpsalm mit der Englischen Nationalhymne zu tun hat, wieviele Strophen er hätte, weshalb der Bundesrat gegen die neue Hymne war, sie schlussendlich aber doch zur Hymne wurde – am 1. April (kein Scherz). 

Alberich Zwyssig, ein Mönch des Klosters Wettingen hat 1840 ein Text von Leonhard Widmer, welcher für einen Messegesang komponiert wurde leicht abgeändert und gab dem Lied den Namen «Schweizerpsalm». Das Lied, welches in alle vier Landessprachen übersetzt wurde, erfreute sich grösster Beliebtheit beim Volk, sodass sie den Psalm als Nationalhymne einführen wollten. Dies wurde vom Bundesrat jedoch abgelehnt. Schliesslich existierte bereits die Hymne «Rufst du mein Vaterland», welche die Engländer ebenfalls mit dem Text «God save the Queen» nutzten. 

Da im 20.Jahrhundert vermehrt internationalen Kontakt aufkam und die beiden Hymnen oftmals direkt nacheinander gespielt wurden, beschloss der Bundesrat 1961 den Schweizerpsalm als eine unverwechselbare und rein schweizerische Schöpfung anzuschauen und deshalb sollte er als provisorische Nationalhymne gelten. Am 1. April 1981 erklärte der Bundesrat ihn zur offiziellen Nationalhymne der Schweiz und ersetzte damit «Rufst du mein Vaterland».  

In letzter Zeit wurden verschiedentlich Bestrebungen unternommen, die als nicht mehr zeitgemäss empfundene Hymne durch eine andere zu ersetzen, da der Text zu schwülstig, zu religiös oder zu patriotisch sei. Bisher aber ohne Erfolg.  

Was denkst du? Müsste die Hymne überarbeitet oder gar ersetzt werden oder ist unsere aktuelle Hymne so in Ordnung? Lass es uns in einem Kommentar wissen!

Damit Heute, am Schweizer Nationalfeiertag auch tatkräftig mitgesungen werden kann, gibt es hier den ganzen Text in Deutsch: 

Erste Strophe 
Trittst im Morgenrot daher, 
Seh’ ich dich im Strahlenmeer, 
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher! 
Wenn der Alpenfirn sich rötet, 
Betet, freie Schweizer, betet! 
Eure fromme Seele ahnt 
Eure fromme Seele ahnt 
Gott im hehren Vaterland, 
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland. 
 
Zweite Strophe 
Kommst im Abendglühn daher, 
Find’ ich dich im Sternenheer, 
Dich, du Menschenfreundlicher, Liebender! 
In des Himmels lichten Räumen 
Kann ich froh und selig träumen! 
Denn die fromme Seele ahnt, 
Denn die fromme Seele ahnt 
Gott im hehren Vaterland, 
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland. 
 
Dritte Strophe 
Ziehst im Nebelflor daher, 
Such’ ich dich im Wolkenmeer, 
Dich, du Unergründlicher, Ewiger! 
Aus dem grauen Luftgebilde 
Tritt die Sonne klar und milde, 
Und die fromme Seele ahnt 
Und die fromme Seele ahnt 
Gott im hehren Vaterland, 
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland. 
 
Vierte Strophe 
Fährst im wilden Sturm daher, 
Bist du selbst uns Hort und Wehr, 
Du, allmächtig Waltender, Rettender! 
In Gewitternacht und Grauen 
Lasst uns kindlich ihm vertrauen! 
Ja, die fromme Seele ahnt, 
Ja, die fromme Seele ahnt 
Gott im hehren Vaterland, 
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
  

Text: Jenny Zeier
Quellen: Wikipedia, admin.ch

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